Lebensentscheidungen in New York

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Auf der UNO-Vollversammlung in New York steht für Millionen Menschen, die in extremer Armut leben, viel auf dem Spiel. World Vision diskutiert mit, wenn es darum geht, das Leben der am meisten gefährdeten Kinder und Frauen zu retten.

Ein gemeinsamer Blog von World Vision, Save the Children, PATH, Family Care International und Women Deliver

In den fünf Tagen, in denen die Staats- und Regierungschefs sich diese Woche zur UNO-Vollversammlung in New York versammeln, werden fast 100.000 Kinder und 4.000 Frauen unnötig sterben.

Wir könnten die Generation sein, die das vermeidbaren Sterben von Kindern und Frauen verhindert, die den Hunger ausradiert und die die Welt für immer vom Skandal extremer Armut befreit. Aber um das zu tun, müssen wir uns auf die Menschen konzentrieren, die am schwersten zu erreichen sind. Wir müssen die Ungleichheit beenden, die die ärmsten Menschen am Rande der Gesellschaften nicht aus dem Teufelskreis der Armut entlässt.

Im Jahr 2000 kamen die Weltpolitiker zusammen und versprachen, das Kindersterben an Malaria, Lungenentzündung und Durchfall zu beenden. Auch Frauen sollten nicht mehr an Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt sterben müssen. Die politischen Führer unterschrieben die Millennium- Deklaration und nahmen sich zum Ziel, bis 2015 vermeidbare Tode von Kindern unter 5 Jahren um zwei Drittel und die Rate von sterbenden Frauen um drei Viertel zu senken. Es bleiben nun weniger als 1.000 Tage, um über 3,5 Millionen Kinderleben und 200.000 Frauen zu retten und dieses Ziel zu erreichen.

Es hat schon große Fortschritte gegeben: Seit 1990 ist die Zahl der Kinder und Mütter, die sterben müssen, um die Hälfte zurückgegangen – von 12 Millionen pro Jahr auf unter 6,6 Millionen pro Jahr. Viele Länder, darunter Bangladesch und Äthiopien, haben das Millenniumsentwicklungsziel Nummer 4 schon erreicht und die Kleinkindsterblichkeit um zwei Drittel reduziert. Sie haben bewiesen, dass die Anstrengungen von Regierungen, das Gesundheitssystem ihres Landes zu verbessern und Gesundheitsleistungen qualitativ zu verbessern, wirklich beachtlich die Sterberaten von Kleinkindern und Müttern verringern können.

Aber das ist noch nicht genug. Viel zu viele Länder werden das Ziel zu Kinder- und Müttergesundheit bis 2015 nicht erreichen. 18.000 Kinder und 800 Frauen sterben weiterhin jeden Tag an vermeidbaren Krankheiten oder Komplikationen vor und während der Geburt.

UN-Entwicklungsziele_sichere_Geburten

Was sind die größten Herausforderungen, die den Fortschritt verlangsamen? Unzureichende Investitionen von Regierungen und anderen Geldgebern in Kinder- und Müttergesundheit, große Lücken in Gesundheitssystemen, unzureichende Ernährung und eine weltweite Knappheit an Gesundheitspersonal zählen zu den wichtigsten Faktoren. So fehlen etwa 350.000 ausgebildete Hebammen. Viele Menschen könnten jedes Jahr gerettet werden, wenn entschieden in erprobte und bewährte Lösungen investiert würde und damit die Ursachen der Misere angegangen würden.

Die Staats- und Regierungschefs, die sich gerade in New York treffen, können etwas dafür tun. Die Regierungen müssen mutige Schritte tun, um sicherzustellen, dass jedes Kind und jede schwangere Frau einen Gesundheitshelfer in der Nähe hat, dass es weltweit für alle erreichbar die Gesundheitsleistungen gibt, die für uns zur Normalität gehören: z.B. Impfungen, richtige Ernährung, medizinische Hilfe für Neugeborene.

Medikamenten-Mangel verlängert das Leiden vieler Kinder an Wurmkrankheiten.

Medikamenten-Mangel verlängert das Leiden vieler Kinder an Wurmkrankheiten.

Wir müssen dran bleiben und die Ziele sogar höher stecken, denn selbst wenn die vereinbarte Reduzierung der Todesfälle erreicht wird, sind immer noch Millionen Menschenleben auf der Kippe. Das kann sich ändern, wenn Kinder und Frauen im Zentrum des neuen Entwicklungsrahmens stehen.

World Vision, Save the Children, PATH, Family Care International und Women Deliver werden in New York eine Veranstaltung zum Thema durchführen:

Lives on the Line: Accelerating Progress and Accountability on MDGs 4 and 5 am 25. September, 19:30 –21:30 Uhr (Ortszeit).

Sie können die Veranstaltung online live mitverfolgen: http://new.livestream.com/livesontheline

 

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