Jugendbotschafterinnen unterwegs: Lernen und Überzeugen im politischen Berlin

Einen Tag Einblick ins politische Berlin: Lena (Mitte), Dana und Markus Koob (MdB, CDU) vor der Reichstagskuppel

Tschüss Hochtaunuskreis, hallo Berlin! Vor kurzem reisten unsere beiden Jugendbotschafterinnen Lena und Dana für einen Tag in die Hauptstadt, um die politische Arbeit von World Vision kennenzulernen und mit einem Abgeordneten zu diskutieren, wie man Jugendliche am besten für Politik begeistert. Wie's war berichten sie hier im Blog.

“Ein Tag im politischen Berlin! Zunächst berichteten wir im Berliner World Vision Büro von unseren Erfahrungen als Jugendbotschafterinnen und erfuhren, wie die Mitarbeiter dort arbeiten. In Berlin-Mitte sind das Medienteam und das Advocacy Team von World Vision vertreten.

Dazu gehört auch Fiona Uellendahl, deren Aufgabe darin besteht, Kontakte mit Politikern im Bundestag zu pflegen und diese auf wichtige globale Themen aufmerksam zu machen. An ihrer Arbeit fanden wir cool, dass sie einen Ausweis besitzt, mit dem sie einfach so in den Bundestag gehen kann (schließlich muss sie da ja auch ziemlich oft hin, um mit den Politikern zu reden). Außerdem hat uns beeindruckt, dass man Politikern ca. sieben mal bezüglich eines Themas „bearbeiten“ muss, bis sie sich ernsthaft mit einem Thema beschäftigen und aus Worten Taten werden. Fiona darf sich also nicht so leicht unterkriegen lassen!

Vermittelt uns, dass wir etwas bewegen können!

Um 11 Uhr hatten wir einen Termin mit Markus Koob, dem CDU-Abgeordneten für den Hochtaunuskreis – unseren Kreis also – im Bundestag. Nach den Sicherheitschecks sind wir zu ihm ins Büro gegangen und haben uns dort gut mit ihm unterhalten. Wir erzählten von unserer Arbeit und fragten den Politiker, was er so macht und wie es sich auf die Politik auswirkt, wenn wir uns einbringen.

Wir zeigten ihm ein Video von unserer Reise nach Äthiopien und unterhielten uns mit ihm darüber, wie sich Jugendliche zu Engagement begeistern lassen. Man sollte ihnen vermitteln, dass sie wirklich etwas bewegen können – auch wenn nicht sofort und auf Knopfdruck. Es ist also wichtig, trotz (anfänglicher) Schwierigkeiten an seiner Sache dran zu bleiben. Natürlich sollte man sich nicht gleich zu viel auf einmal aufhäufen, aber mit ein wenig Durchhaltevermögen kann man durchaus etwas bewirken!

Herr Koob war sehr nett und ist gut auf unsere Fragen eingegangen. So haben wir erfahren, dass es wirklich etwas bringt, wenn man sich engagiert. Er hat uns erzählt, dass bei ihm das entscheidende Ereignis, auf welches hin er sich entschloss, sich in die Politik einzubringen, der Mauerfall war. Dort hat er erkannt, dass man, wenn man sich zusammen tut, wirklich etwas auf einem friedlichen Wege erreichen kann.

Unterschiedliche Ansichten zu G8

Danach sind wir mit ihm noch ein bisschen durch den Bundestag spaziert, um Fotos vor der Reichstagkuppel zu machen. Unterwegs haben wir noch andere Politiker getroffen. Insgesamt herrscht eine ziemlich gute Atmosphäre im Bundestag und bis auf eine Ausnahme sind uns alle immer sehr freundlich begegnet. Außerdem hatten wir zu vielen Bereichen Zugang, zu denen wir sonst nicht so einfach hingekommen wären, z.B. konnten wir die unterirdischen Gänge, die die verschiedenen Regierungsgebäude miteinander verbinden (in denen kann man sich leicht verlaufen), benutzen und waren natürlich auch im Büro von Herrn Koob. Es war auf jeden Fall spannender, als wenn man in einer Touristengruppe unterwegs ist, zumal wir Herrn Koob noch unsere Interessen vortragen konnten und einen Einblick in seine Arbeit bekommen haben.

So als „Insider“ im Bundestag zu sein, hat sich schon echt cool angefühlt. Beim Mittagessen in der Kantine, haben wir uns schließlich noch mit dem Büroleiter und der Praktikantin von Herrn Koob über aktuelle Themen wir unser Bildungssystem oder die Rentenpolitik unterhalten. Die Praktikantin von Herrn Koob meinte so z.B., dass sie den ganzen Tumult, der in Hessen bezüglich G8 gemacht werde, überhaupt nicht verstehe, denn in ihrer Heimat gibt es schon immer G8, was wir wiederum etwas verwunderlich fanden. Es war auch irgendwie ein komisches Gefühl, dass der Büroleiter genauso wie Herr Koob selbst die Schulen kannten, auf die wir gehen. Naja, eigentlich auch wieder logisch, weil sie ja auch alle aus dem Hochtaunuskreis kommen und nur in Berlin arbeiten. Nach dem Mittagessen war unser politischer Tag auch schon wieder vorbei.”

Möchtest Du auch Jugendbotschafter/-in bei World Vision werden? Dann bewerbe Dich jetzt bis zum 30.6.2014. Infos und Unterlagen findest du auf www.hunger24.org.

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