10 Zutaten zum Glück

Central Visayas Earthquake - Sagbayan Photos

Da für viele Kinder gerade wieder der manchmal stressige Schulalltag beginnt und wir in diesem Jahr auch den 25. Geburtstag der UN-Kinderrechte feiern, stellen wir Ihnen 10 "Zutaten" zum Leben gesünderer und glücklicherer junger Menschen vor . Wie sie wirken, zeigen Ihnen die Beispiele dieser Mädchen und Jungen.

Wie World Vision das Selbstvertrauen und die mentale Gesundheit von Kindern und Jugendlichen stärkt

Was macht dich glücklich? Wann geht es dir gut? Nach unserem Verständnis sind das auch in der Entwicklungszusammenarbeit ganz wichtige Fragen, wenn es um das Wohlergehen von Kindern geht. Mentale Gesundheit ist für junge Menschen genauso wichtig wie körperliche Gesundheit. Sie macht ihnen Mut ihre Talente zu nutzen, fördert positive Beziehungen zu anderen Menschen und hilft ihnen, Herausforderungen des Lebens zu meistern.

Da für viele Kinder gerade wieder der manchmal stressige Schulalltag beginnt und wir in diesem Jahr auch den 25. Geburtstag der UN-Kinderrechte feiern, stellen wir Ihnen 10 “Zutaten” zum Leben gesünderer und glücklicherer junger Menschen vor . Wie sie wirken, zeigen Ihnen die Beispiele dieser Mädchen und Jungen. Die Reihenfolge soll keine Rangfolge sein und sicher fallen Ihnen auch noch mehr Beispiele ein.

1. Auf Freunde zählen können

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Längst nicht überall haben Jugendliche einen sicheren Treffpunkt und ein anregendes Freizeitangebot, bei dem sich Freundschaften entwickeln können. In diese Lücken treten die von World Vision-Projekten betreuten Kinder-und Jugendclubs. In Bangladesch wirken sie aktiv dabei mit, Mädchen zum Beispiel vor früher Verheiratung zu schützen. Die 15jährige Suborna war nur Tage von der für sie arrangierten Hochzeit und dem Schulabbruch entfernt, als ihre Freunde aktiv wurden. Es gelang ihnen schließlich die Eltern zu überzeugen, und Suborna engagiert sich jetzt als World Vision-Volontärin auch für andere betroffene Mädchen.

2. Ziele erreichen können

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Die 10jährige Doreen hat sich vorgenommen, Ärztin oder Krankenschwester zu werden. In Malawi haben es Mädchen aber besonders schwer, die Schullaufbahn erfolgreich zu beenden und bis in Ausbildungsberufe oder akademische Bildungsgrade vorzudringen. Sie müssen viel zuhause mithelfen und ihnen wird oft nicht zugetraut, etwas erreichen zu können. Die Schulklassen sind in ländlichen Regionen viel zu groß, um Mädchen gezielt fördern zu können. Doreen brachte ihre 91 Mitschüler dieses Jahr aber ganz schön zum Staunen, weil sie – die bisher mit ihren Noten unter den Schlusslichtern der Klasse war – bei den Endprüfungen zum neuen Schuljahr als Beste abschnitt. Ihr half dabei der von World Vision angebotene Nachmittagsunterricht, bei dem die Kinder anhand lokaler Geschichten vor allem das Lesen und Schreiben üben konnten. Genau wie ihre Lehrer ist Doreen stolz darauf, in kurzer Zeit so viel erreicht zu haben. Und jetzt will sie es wissen…

3. Ernst genommen werden

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Die eigenen Gedanken ausdrücken zu können und dann auch ernst genommen zu werden, verbessert die Stimmung und macht stärker, haben Wissenschaftler  herausgefunden. Der 13jährige James von den Philippinen kann es gut bezeugen. In der Schule wurde er ständig gehänselt, weil er deutlich kleiner ist als der Durchschnitt seiner Altersgenossen. Er versuchte das Manko auszugleichen, indem er immer versuchte, Aufmerksamkeit zu gewinnen und sich zu beweisen. Das ging oft schief. Dann lud ihn ein World Vision-Volontär zu einem Workshop über Katastrophenvorsorge ein. Zusammen mit anderen Jungen und Mädchen machte er sich Gedanken über den Klimawandel und die häufigen Taifun-Schäden in seinem Land. James berichtet: “Wir haben gemeinsam unsere Ideen vorgestellt, wie man in unserer Gemeinde eine Katastrophe verhindern kann. Ich war so erleichtert darüber, dass ich sprechen konnte und Regierungsvertreter mir zugehört haben.” Nach weiteren Workshops kann James heute andere Kinder und Jugendliche zu dem Thema schulen. Wenn er jetzt mal bei seinem Lieblingssport Basketball aufgezogen wird, kränkt ihn das nicht mehr so stark. “Ich habe gemerkt, dass ich nicht nutzlos bin, sondern etwas beitragen kann“, sagt James.

4. Sport macht nicht nur fit, sondern auch glücklich

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Ein besonders überzeugendes Beispiel hierfür ist der 19 Jahre alte Aung Nyein Oo aus Myanmar. Das ehemalige Straßenkind ist heute ein Leistungsschwimmer, der in Asien-Wettbewerben schon mehrere Goldmedaillen gewonnen hat. Aung Nyien Oo verlor als Kind seine beiden Arme durch ein Zugunglück. Er hatte danach nur noch wenig Hoffnung für sein Leben. In einem Straßenkinder-Projekt von World Vision lernte er schwimmen und fand darin seine Chance. Mit anderen Jugendlichen mitzuhalten, kostete ihn natürlich besonders viel Mühe, zumal es in seiner Stadt keine behindertengerechten Sporteinrichtungen gibt.  Anderen Straßenkindern rät er heute: „Wenn wir nicht aufgeben und unser Bester versuchen, werden wir eines Tages erfolgreich sein.“ Mehr über Aung erfahren Sie hier.

5. Kreativ mit Problemen umgehen

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In Sri Lanka haben Mädchen und Jungen das Theaterspiel für sich entdeckt. Sie sind dabei auch noch Botschafter für Kinderrechte geworden, die im ganzen Land Diskussionen anstoßen. Als Ameisen verkleidet, warben die Mitglieder der “Giribawa Child Society” unter anderem in Colombo um Respekt vor Kindern. Ihre Talente können sie auch in anderen Bereichen der Kunst, Bewegung und Rede weiter entwickeln. Vor zwei Jahren nahmen sie auch an einem Austauschprogramm mit Mannar teil. “Das ist eine Erfahrung, die wir nie vergessen”, erzählt die 18jährige Asela und ergänzt: “Sie hat uns das Selbstvertrauen gegeben, Führung zu übernehmen, und dafür sind wir World Vision sehr dankbar.”

6. Hilfe bekommen, wenn man sie braucht

helpline_jungeWenn das Leben aus der Kontrolle gerät oder niemand in Reichweite ist, mit dem sie über ihre Probleme reden können, haben Kinder und Jugendliche aus der Mongolei jetzt eine Not-Hotline zur Verfügung. Unter der 24 Stunden besetzten Nummer 108 können sie vertrauensvoll um Hilfe bitten. Die Hotline ist eine Initiative von World Vision und Partnern.

7. Etwas Neues lernen

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Wer etwas Neues lernt, wird mental fitter und hat das positive Gefühl voranzukommen.
Für Flüchtlingskinder aus Kriegsgebieten, die zum Teil seit Jahren in Provisorien leben und lernen, sind solche Angebote besonders wichtig. Bei einem Fotoprojekt in Jordanien lernten syrische Flüchtlingskinder den Umgang mit der Kamera, fanden aber auch spannende Ausdrucksmöglichkeiten für Themen, die ihnen auf der Seele brennen.
Mehr zum Fotoprojekt

8. Volunteering – für die gute Sache im Einsatz

Volunteering
Dass es befriedigend ist, sich zusammen mit anderen für ein gemeinsames Anliegen einzusetzen, weiß jeder, der es schon ausprobiert hat. Jungen Menschen hilft es auch dabei, ihren Platz in der Welt für sich zu finden. In Albanien haben 16 Jugendliche aus dem Patenschaftsprogramm von World Vision diesen Sommer erstmals dazu genutzt, ein Feriencamp für 30 behinderte Kinder aus 8 Dörfern auf die Beine zu stellen. Sie verbrachten wunderbare Tage mit Spielen, Spaß und Gesprächen. World Vision hatte die Jugendlichen als Schülervertreter gewonnen und vor einigen Monaten mit der Organisation “Alternative” zusammengebracht, die sich für Inklusion in Albanien einsetzt. Sie trainierte mit den Jugendlichen, die sich nicht lange überreden ließen. “Wir wollten etwas für diese Kinder tun, weil wir traurig sind, wenn wir sie nur zuhause hocken sehen”, sagt Ardit, einer der Jugendlichen. “Am Anfang erschien es uns schwierig, dieses Projekt zu organisieren, aber es lief besser, als wir gedacht hatten. Wir hatten die Unterstützung von World Vision, von den Dörfern und den Eltern, und vor allem hatten wir glückliche Kinder”, ist sein Fazit.

9. Eine Beziehung zur Natur

s131552-84; HAIYAN: Why vegetables are essential to Haiyan child survivors
In der von Taifun Haiyan verwüsteten Region auf den Philippinen werden mit Unterstützung von World Vision auch Gemüsegärten neu angelegt. Die Kinder helfen ihren Eltern bei der Aussaat und Pflege. In der Schule haben sie auch Unterricht in Gemüseanbau. So lernen sie früh, was zur gesunden Ernährung gehört und wie die Nahrungsmittel entstehen. In Leyte haben Kinder und Jugendliche zusammen mit Erwachsenen außerdem Bäume gepflanzt, um Erdrutsche in der Regenzeit zu verhindern.

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10. Schutz vor Gewalt – aktiv für den Frieden

In Lateinamerika fliehen viele Kinder und Jugendliche vor Gewalt – in der eigenen Familie, im armen Stadtviertel oder auch auf dem Land. Friedensarbeit und Kampagnen zum Schutz von Minderjährigen sind daher ein Schwerpunkt der Arbeit von World Vision in der Region. Anfang August nahmen 14 Mädchen und Jungen am nationalen Opfer-Forum in Kolumbien teil und überbrachten ein Dokument mit Vorschlägen der Kinderfriedensbewegung für eine Beendigung des jahrzehntelangen Konflikts mit der FARC.

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2 Kommentare

  1. Claudia Papenhausen, 27. August 2014

    Ich habe durch meine Projekte viel Kontakt mit Kindern in Burkina Faso.
    In welche Richtung suchen S i e Unterstützung?

    Im Moment hier in Deutschland schicke ich von Eppstein Grüße durch den Taunus nach Friedrichsdorf.

    Claudia Papenhausen

  2. Iris Manner, 28. August 2014

    Danke für Ihre interessierte Nachfrage, liebe Frau Papenhausen. Die Vielfalt unserer Anliegen und Projekte ist tatsächlich groß. Am wirkungsvollsten können wir die Beiträge regelmäßiger Förder einsetzen – über Kinderpatenschaften, Projektpatenschaften und Starthelfer-Programme auch dort, wo die Weltöffentlichkeit gerade nicht hinschaut. Wir freuen wir uns aber ebenso, wenn Sie uns dabei helfen, unsere gerade gestartete Kinderrechte-Aktion auf http://www.wovi-reporter.de bekannt zu machen.

    Mit herzlichen Grüßen,
    Ihr World Vision-Blog-Team

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