Film über Kinderrechte erreicht UN in New York

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Zum 25. Jubiläum der UN Kinderrechte hat World Vision Kinder und Jugendliche weltweit aufgerufen, als WoVi-Reporter für Kinderrechte Beiträge einzusenden auf die Frage: Wie wünscht Du Dir die Welt? Dafür wurde eine Internet-Plattform als World Vision Kinderrechte Nachrichten-Studio bereitgestellt. Das Ergebnis wurde jetzt in New York UN Vertretern vorgestellt mit der Forderung: Beteiligt Kinder schon heute - auch bei den neuen globalen Zielen der UN!

Vorhang auf für Kinderrechte: WoVi-Reporter Film läuft auf Leinwand in New York

Heute war es soweit: Unser Film zum 25. Jubiläum der UN Kinderrechte wurde vor UN-Vertretern, Kinderhilfswerken und Kinderrechte-Experten aus der ganzen Welt vorgestellt. Über 100 Kinder von 4-18 Jahren hatten in den letzten 8 Wochen weltweit ihre Beiträge als WoVi-Reporter über Kinderrechte eingesendet zu der Frage: „Wie wünscht Du Dir die Welt?“ Sie alle wurden heute für ihren Einsatz geehrt. Das Ziel, den Film in New York – dem Ort, an dem die Kinderrechte vor 25 Jahren entstanden und von 194 Ländern unterzeichnet wurden – vor UN Entscheidern zu zeigen, haben wir heute erreicht.

Charles Badenoch, Moderator und World Vision Vize-Präsident für globale Anwaltschaft stellte das Medienprojekt als Chance vor, über Informations-und Kommunikationstechnologien das Kinderrecht auf Beteiligung zu realisieren. Das Publikum war sichtlich angetan: zauberten Beiträge wie das Video von Alin, 4 Jahre, die allen eine Familie und einen Hund wünscht, ein liebevolles Lächeln auf die Lippen, so gab es auch Momente, bei denen die Zuschauer verstummten. Dazu gehörten Berichte über Kinderarbeit in Indien, verschmutztes Trinkwasser in Kenia und Bolivien, das Kinder krank macht oder der Wunsch nach einem sicheren Leben ohne Bomben und Schüsse, eingesendet von Mustafa aus Gaza. Exzellentes Video – so das anschließende Feedback. Es gilt allen Kindern, die ihren Einsatz für die Kinderrechte als WoVi-Reporter gezeigt haben.

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Ebenfalls sehr beeindruckend war heute die Vorstellung der Briefe von Kindern weltweit über Kinderrechte. 25 Kinder aus 22 Ländern haben Briefe verfasst über ihren Alltag und inwiefern darin die Kinderrechte umgesetzt sind. Sie beschreiben in sehr eindrücklicher Weise wie ihnen noch immer Beteiligung verwehrt bleibt. Besonders herauszulesen ist auch hier das Bedürfnis nach dem Recht auf ein sicheres und liebevolles zu Hause. Mokkaran, 16 Jahre aus Bangladesch beschreibt, wie sein Freund plötzlich nicht mehr zur Schule kam. Eines Tages fand er ihn arbeitend auf der Straße. Er fragte ihn, was denn los sei, warum er nicht mehr in die Schule komme? Sein Freund erzählte ihm daraufhin, dass seine Mutter schon länger nicht mehr lebe, doch dass nun auch noch sein Vater gestorben sei, weshalb er es sich nicht mehr leisten könne, die Schule zu besuchen. Mokkaran wollte seinem Freund helfen und gemeinsam mit weiteren Freunden, sprachen sie mit den Lehrern und fanden einen Spender, der es ermöglichte, dass Mokkarans Freund zur Schule zurückkehren konnte. Ein ergreifendes weiteres Beispiel dafür, dass Kinder sich gegenseitig unterstützen und für die Umsetzung der Kinderrechte einsetzen können.

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Hervorgehoben wurde „Sinnvolle Beteiligung“. Damit ist gemeint, Kinder und Jugendliche auch schon bei der Entstehung von Indikatoren, die das Wohlergehen und die Umsetzung der Kinderrechte messen, zu beteiligen. Das gilt auch für Entscheidungen die sie konkret betreffen – sei es in der Familie, der Schule, der lokalen und globalen Politik. Hierfür eröffnet sich aktuell durch die neu entstehenden nachhaltigen Entwicklungsziele der UN das Potential, Kinder sinnvoll zu beteiligen. Milena Grillo, Kinderrechte-Expertin aus Costa Rica merkte an, das die Beteiligung von Kindern auch deshalb herausfordernd sei, da ihnen ihre Eltern Beteiligung nicht vorlebten. Denn sie seien selbst von der Politik und lokalen sowie globalen Entscheidungen bisher nicht einbezogen worden.

Ein besonderer Event wurde leider vorerst nicht ermöglicht: Der Auftritt des World Vision Jugendreporters Ehab aus dem Libanon. Aufgrund von Schwierigkeiten das Visum zu erhalten, erreichte er den Event nicht rechtzeitig. Dafür wird er am Donnerstag bei einem großen Event zum Jahrestag des 25. Jubiläums auftreten. Was er wohl zur bisherigen Umsetzung der Kinderrechte sagen wird? Ich werde es Ihnen berichten.

PS: Hört Kindern zu! fordert auch Schauspielerin und World Vision Kinderrechte-Botschafterin Emma Schweiger. Jetzt hier klicken und den WoVi-Reporter Kurzfilm ansehen.

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