Appell aus dem Nordirak an die Mächtigen in Davos: Setzt Macht und Geld für Frieden und Flüchtlinge ein!

"Flüchtling" heißt dieses kleine Mädchen im Nordirak. Seine Mutter hat es kurz nach der Ankunft in Erbil zur Welt gebracht und den Namen nach ihrer Lebenssituation gewählt. "Es sind menschliche Schicksale wie diese, die mich berühren und uns ermutigen, für die Opfer ungelöster Konflikte einzutreten", sagt Christoph Waffenschmidt.

Im nahen Osten hat der Winter die Lage vieler Flüchtlinge verschlimmert und World Vision Vorstand Christoph Waffenschmidt ist in den Nordirak gereist, um mehr Hilfen für sie zu ermöglichen. Da sich im Schweizer Winterurlaubsgebiet Davos gerade die Mächtigsten der Welt treffen, schickt er einen dringenden Appell dorthin.

„Machen Sie die Welt ein Stück besser, indem sie ernsthaft nach Lösungen für Armut und Konflikte suchen. Helfen sie mit hoher Priorität den Opfern der Konflikte im Nahen Osten mit gemeinsamen Anstrengungen diesen Winter zu überstehen. Nutzen sie Ihre Macht, um auf Frieden hinzuarbeiten, damit diese Menschen eine Perspektive haben. Die ersten syrischen Kinder sind bereits im Schneesturm gestorben und viele der Millionen Flüchtlinge in dieser turbulenten Region haben keine Wohnung, keine Arbeit und keine Aussicht auf Rückkehr in ihre Heimat.“

Christoph Waffenschmidt ist anlässlich der Ankunft neuer Flüchtlinge aus der irakisch-syrischen Grenzregion nach Erbil und Dohuk gereist. Er sprach mit vielen Familien, die in Sammelunterkünften wie zum Beispiel Schulen und teilweise auch in Rohbauten untergebracht sind.

„Wie verloren sich die Vertriebenen in dieser Situation fühlen, zeigt meine Begegnung mit ‚Flüchtling‘. Am ersten Tag ihrer Ankunft in Erbil wurde Akile Mutter eines Mädchens und sie hat es so genannt, wie ihre Lebenssituation ist – Flüchtling. Unter anderen Umständen hätte dieses Mädchen einen richtigen Namen. Es sind diese menschlichen Schicksale die mich berühren und uns verpflichten, die Menschen nicht alleine zu lassen.“

CW mit Nothelfern

Unsere Nothelfer versorgen weiterhin tausende Familien mit Matratzen, Decken, Hygieneartikeln und weiteren Hilfsgütern oder mit Geldkarten für Heizmaterial. Um Kranken und Verletzten den Zugang zu medizinischer Versorgung zu erleichtern, betreibt World Vision außerdem eine mobile Klinik. Kinderschutzmaßnahmen und Lernangebote für nicht eingeschulte Kinder werden durch Kooperation mit dem Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ ermöglicht.

„Wir hoffen auf größeres Engagement aus allen Bereichen der Gesellschaft, denn unsere Mittel und die der UN-Organisationen reichen nicht aus, um erträgliche Lebensbedingungen für die Flüchtlinge herzustellen und ihre Gastgeber so zu entlasten, wie es nötig wäre“, betont Waffenschmidt. „In einer Kirche in Dohuk haben zum Beispiel verfolgte Christen Zuflucht gefunden. Sie leben auf engstem Raum nebeneinander. Ihr persönlicher Bereich ist nur durch Sofas voneinander getrennt. Yusef hat die Flucht nicht verkraftet und ist vor wenigen Wochen an einem Herzinfarkt gestorben. Der Tod ist allgegenwärtig, aber auch neues Leben, erst gestern wurde in denselben Räumen Yusef, der Enkelsohn, geboren.”

Die Flüchtlingshilfe von World Vision im Nordirak können Sie durch Spenden mit dem Stichwort “Flüchtlingshilfe Irak“  auf folgendes Konto unterstützen:

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