Philippinen: Fortschritte des Wiederaufbaus zwei Jahre nach Taifun Haiyan

Dineen Tupa leitet die Wiederaufbauarbeit in der vom Taifun verwüsteteten Region Leyte.

Dineen Tupa leitet die aktuelle Wiederaufbauarbeit in Tacloban.

Mehr als doppelt so viele Menschen wie ursprünglich geplant hat World Vision in den zwei Jahren mit verschiedenen Hilfsmaßnahmen erreicht. Und die Aufgaben sind noch nicht beendet.

Es war wohl der stärkste Taifun, der jemals über das Land wütete. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 350 Kilometern in der Stunde prallte Haiyan am 8. November 2013 auf die Ostküste der Philippinen, hinterließ Tod, Verwüstung und Chaos. 6.300 Menschen starben, 1.000 gelten immer noch als vermisst.  Über vier Millionen mussten umgesiedelt werden, Unzählige verloren ihre Lebensgrundlage.

Aber die Filipinos gaben nicht auf, trotzten der Verzweiflung und begannen, ihr Land wieder aufzubauen. World Vision unterstützt sie dabei mit dem Ziel, dauerhaft bessere Lebensbedingungen für die Ärmsten zu schaffen und ihre Selbsthilfekräfte bei Katastrophen zu stärken. Eine Aufgabe, die natürlich genaues Hinschauen auf die örtlichen Verhältnisse und eine enge Zusammenarbeit mit vielen Akteuren verlangt.

Kinder und Jugendliche gestalten den Wiederaufbau mit: Ella und Janice präsentieren eine Karte, die sie dafür gezeichnet haben.

Kinder und Jugendliche gestalten den Wiederaufbau mit: Ella und Janice präsentieren eine Karte, die sie dafür gezeichnet haben.

Viel wurde in den vergangenen zwei Jahren bereits erreicht.  Insgesamt konnte World Vision 1.638.000 Menschen mit unterschiedlichen Maßnahmen zur Seite stehen, das waren  mehr als doppelt so viele wie ursprünglich geplant.  Unter anderem wurden 884 Häuser gebaut – insbesondere für Familien mit vielen Kindern, Alleinerziehende  sowie für behinderte und ältere Menschen. 13.000 Männer und Frauen wurden darin geschult, stabilere Häuser zu bauen. Über 11.000 Schülerinnen und Schüler konnten wieder unterrichtet werden.  Zugang zu sauberem Wasser und der Bau von Latrinen förderte die Hygiene. Medizinische Versorgung, auch die für Schwangere und Babys, wurde verbessert, Verdienstmöglichkeiten konnten geschaffen werden. Nähere Informationen können dem Bericht „Two years on: Typhoon Haiyan Response“ entnommen werden.

Diese Kinder wurden nach der Zerstörung ihrer Schule zunächst in einer Kirche unterrichtet. Jetzt sind sie zurück im Klassenraum. 18 Schulen wurden mit Unterstützung von World Vision neu erbaut oder repariert.

Diese Kinder wurden nach der Zerstörung ihrer Schule zunächst in einer Kirche unterrichtet. Jetzt sind sie zurück im Klassenraum. 18 Schulen wurden mit Unterstützung von World Vision neu erbaut oder repariert.

„Nach zwei Jahren sehen wir, dass Menschen in ländlichen Regionen langsam wieder zurück zur Normalität finden“, sagt Dineen Tupa, Einsatzleiterin von World Vision auf den Philippinen, stolz. Allerdings:  „In den ärmeren städtischen Gegenden dauert es länger.“ Dort findet man noch etliche Familien, die in unsicheren Notbehausungen leben, keinen Zugang zu sauberem Wasser oder Müllbeseitigung und keine oder nur sehr geringe Einkünfte haben.

Besonders solchen Familien in ärmeren Stadtteilen und in deren Umland helfen die aktuellen Wiederaufbauprojekte von World Vision auf der Insel Leyte. Sie erhalten zum Beispiel Baumaterialien und Werkzeuge oder werden etwa beim Aufbau eines Geschäfts unterstützt. Auch die soziale Absicherung in Spargruppen und Katastrophenvorsorge unterstützen diese Projekte.


In Tacloban, der Hauptstadt von Leyte, ging vor kurzem ging das Projekt „Hope for Tacloban’s Children“ an den Start. In den am schwersten betroffenen Gegenden der Stadt sollen Kinder sicher leben, spielen und lernen können. Damit sie eine Kindheit haben. Und eine Zukunft.

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