Teilhabe zählt!

Ruanda: Der 21Jährige Damascene lächelt. Durch seinen neuen Rollstuhl kann er endlich wieder seinen Aktionsradius vergrößern.

von Claudia Bell

Heute findet der Internationale Tag für Menschen mit Behinderung statt. Spezielles Thema ist dieses Jahr „Inklusion – Zugang für und Stärkung von Menschen mit Behinderung“. Dieser Tag soll Verständnis für die Belange von Menschen mit Behinderung fördern und weltweit eine gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft und das Recht auf ein würdevolles, selbstbestimmtes Leben fordern.

Das Thema ist auch für World Vision relevant, weil sich WV speziell für die Belange der am stärksten benachteiligten Menschen einsetzt. Dazu gehören besonders Kinder die von einer Behinderung betroffen sind. Sie haben beispielsweise kaum Zugang zu schulischer Bildung (98% von Kindern mit Behinderung in Entwicklungsländern gehen nicht zu Schule) und damit keine Perspektive auf eine Entwicklung ihrer Potentiale.

Die UN-Generalversammlung hat am 25. September eine Agenda für nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Die Staaten der Weltgemeinschaft haben sich zu 17 Entwicklungszielen verpflichtet, um bis zum Jahr 2030 die wichtigsten Herausforderungen für die Menschheit im Bereich Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt zu bewältigen. Das Besondere an der Agenda 2030 ist, dass die globalen Entwicklungsziele erstmals auch Menschen mit Behinderungen einschließen. Etwa bei dem Ziel „Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern“. Mit ihrem Slogan „Leave No One Behind“ zeigt die Agenda den Weg in eine inklusive Gesellschaft.

In diesem Rahmen steckt sich World Vision ebenfalls hohe Ziele um die benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Weltweit schaffen immer mehr Projekte und Programme die Voraussetzungen für eine inklusive Entwicklung für Kinder mit Behinderung und beseitigen Barrieren für eine gleichberechtigte Teilhabe in ihrer Gemeinschaft.

Der 14jährige Rohit aus Indien mit Skoliose (Verkrümmung der Wirbelsäule) sagt dazu folgendes:

Mithilfe von World Vision konnte ich zu den Treffen von Kindern mit speziellen Bedürfnissen gehen. Dort habe ich etwas über unsere Rechte erfahren. Davon hatte ich vorher nie gehört. Ich konnte erstmals mit anderen Kindern mit Behinderung in Kontakt kommen. Es ist gut zu wissen, dass man nicht allein ist bei diesem Kampf. Ich fühlte zum ersten Mal eine Zugehörigkeit und Einheit. Jetzt bin ich auch Mitglied des Kinderclubs und habe dort neue Freunde gewonnen. Mein Traum ist es einmal Pilot zu werden oder in einer Bank zu arbeiten. Dafür werde ich intensiv lernen und alle meine Anstrengungen mobilisieren, um dieses Ziel zu erreichen. Eine gute Ausbildung wird mir dabei helfen. Ich bete, dass ich dieses Ziel erreiche und meine Eltern stolz mache. Sie stehen immer zu mir. Ich bete zu Gott um die Kraft beweisen zu können, was in mir steckt.  

World Vision wird Kindern wie Rohit dabei zur Seite stehen, denn wir wollen niemanden zurücklassen.

Hier noch ein Beispiel aus der World Vision Partnerschaft:

Schreiben Sie einen Kommentar


+ sieben = 13