Gesundes Leben ohne Diabetes: Vorsorge schon bei Kindern

s131552: After a natural disaster, solar technology offers solutions to drinking water shortages

Das schöne am aktuellen Weltgesundheitstag ist, dass man ihn sportlich feiern und auch etwas Neues probieren kann. Bitte aber etwas nicht zu Süßes und nicht zu Fettes. “Diabetes bekämpfen” ist das Motto, denn die Krankheit ist leider – auch in ärmeren Weltregionen – auf dem Vormarsch und verursacht neben großen sozialen Kosten auch viel Leid. Es gibt heute vier Mal so viele Diabetes-Kranke wie 1980, und viele dieser Betroffenen erhalten keine Behandlung oder können sie nicht bezahlen. 80 Prozent der 1,5 Millionen direkt an Diabetes gestorbenen Menschen kamen laut dem Bericht der Weltgesundheitsorganisation aus Ländern mit niedrigem oder mittleren Einkommen.

Wir richten unsere Aufmerksamkeit natürlich besonders auf die Vorsorge bei Kindern. Und diese Vorsorge beginnt schon vor der Geburt. Auf den ersten Blick überraschend ist hierbei die Beobachtung, dass Unterernährung einer Schwangeren sich auf das Kind im späteren Leben als höheres Diabetes2-Risiko auswirken kann. Da es sich um eine Stoffwechsel-Erkrankung handelt, ist der Zusammenhang aber erklärbar. Die WHO sagt in ihrem Bericht: “Die Epidemie dieser nicht ansteckenden Krankheit beginnt mit Unterernährung in den ersten 1000 Lebenstagen, während der Schwangerschaft, im Säuglings-und Kleinkindalter”.

Diabetes zu bekämpfen ist also ein weiteres gutes Argument für uns – vor dem Hintergrund häufiger Probleme in unserem Projektregionen –  eine gute Ernährung der Kinder in den ersten 1000 Tagen und eine gesunde Ernährung der Mütter zu fördern. Ein weiteres Argument also auch dafür, eine gute Mutterschutz-Politik in allen Ländern und Zugang zu einer guten Gesundheitsversorgung für alle Kinder zu fordern.

s141190-20: Project activity photos of Lang Chanh ADP

Wo Ärzte rar und Krankenhäuser weit entfernt sind, leisten die von World Vision ausgebildeten oder unterstützten Gesundheitshelfer und -beraterinnen einen sehr wichtigen Beitrag, um Eltern beispielsweise das Wissen zu einer gesunden Ernährung und guten Entwicklungsbedingungen für Kleinkinder zu vermitteln. Mehr als 220.000 solcher GesundheitshelferInnen leisten in World Vision-Projekten großartige Arbeit und retten das Leben vieler Kinder.

Werden Sie Starthelfer/in für gesunde Kinder und Mütter

Lernen sie auch unsere Heldin, Gesundheitshelferin Rhoda aus Sambia, kennen.

 

2 Kommentare

  1. Jasmin, 16. Juni 2017

    Ebenfalls ein Projekt, welches sehr lebensweltorientiert und partizipativ aufgebaut ist. Ich empfinde es immer als sehr positiv, wenn die Menschen vor Ort lernen, sich gegenseitig zu helfen und Bildung untereinander weiterzugeben, anstatt die “weißen Europäer” in das Projekt zu schicken, die dann die “armen Menschen vor Ort” bilden und aufklären, was wiederum die Abhängigkeit von ihnen stärkt und zudem Rollenbilder von “Weißen” und “Schwarzen” verstärkt. Im Video wird nochmal gut gezeigt, wie mit wenigen Mitteln viel gemacht werden kann. Außerdem scheint Rhoda die Funktion als eine Art Sozialarbeiterin im Dorf zu übernehmen. Das finde ich ebenfalls wirklich gut, denn wer könnte das besser als jemand, der die lokalen Strukturen kennt & in sie involviert ist und ebenfalls um kulturelle Tabus weiß? Ich kann mir vorstellen, dass vielleicht auch Schwangerschaft/Sexualität zu Themen gehören, über die öffentlich wenig gesprochen und gelehrt wird und sie mit ihrem Job einfach auch ein wichtiges Tabuthema adressiert.

  2. Hannah, 10. Juli 2017

    Sehr positiv ist mir bei diesem Projekt die Nachhaltigkeit aufgefallen. Durch Gesundheitsaufklärung und Bildung der Frauen können diese wiederum andere Frauen unterstützen und Erfahrungen austauschen. Schön, dass bereits in präventive Maßnahmen investiert wird, welche sich positiv auf die Entwicklung der Frauen und deren Kinder auswirken kann. Gut finde ich auch den Ansatz des eigenen landwirtschaftlichen Anbaus, welcher wiederum Nachhaltigkeit fördert.

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