Hilfe für gestrandete Flüchtlinge in Serbien: Warmes Essen für 200 Kinder

Joghurt gab es bisher nur selten im Lager, und er ist bei den Kindern sehr beliebt. Bei Dalin beweist es der frische Joghurt-"Bart". Foto: Goran Stupar / World Vision

Seit die Grenzen auf der Balkanroute offiziell geschlossen sind, hat sich der Einsatz unserer Mitarbeiter in Serbien sehr verändert. Gaben sie vorher eilig nach Norden strebenden Flüchtlingen etwas zu für den Weg  mit oder verhalfen Müttern mit Kindern zu einer Ruhepause, kümmern sie sich jetzt um die Nöte gestrandeter Menschen. In Nord-Serbien sind dies etwa 600 Menschen, darunter 200 Kinder, die im Aufnahmezentrum von Presevo darauf hoffen, dass es irgendwann irgendwie weitergeht.

Die Lage dort ist nicht so angespannt und verzweifelt wie im griechischen Idomeni, aber manche der Flüchtlinge sind nun schon über einen Monat in Presevo, und für einen so langen Aufenthalt war das Zentrum eigentlich nicht gedacht. Es gab zum Beispiel keine warmen Mahlzeiten, sondern hauptsächlich Snacks und Essen aus Dosen für die Kinder. Diesen Mangel hat World Vision nun in Zusammenarbeit mit  Aktion Deutschland Hilft and der lokalen Hilfsorganisation Life Aid behoben.

Geduldig warten die Flüchtlinge an der Essensausgabe, bis sie an die Reihe kommen. Zum Glück gibt es genug für alle. Foto: Goran Stupar / World Vision

Geduldig warten die Flüchtlinge an der Essensausgabe, bis sie an die Reihe kommen. Zum Glück gibt es genug für alle. Foto: Goran Stupar / World Vision

“Die Eltern waren so glücklich, als wir den Kindern zum ersten mal warmes Essen angeboten haben,” sagt Slobodan Janjić, ein Mitarbeiter von Life Aid bei der Essensausgabe. “Wir haben sogar einen Küchenchef vom Zentrum, der uns mit Rat und Rezepten unterstützt,” erzählt Slobodan. Man achte auch auf Abwechslung.  Am liebsten äßen die Kinder Reis mit Hühnchen. “Es gibt immer genug für alle und darum keine Unruhe,” erklärt Slobodan noch.

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