Freude und Herzlichkeit bei der Begegnung mit dem Patenkind

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Ein Reisebericht einer Patengruppenreise nach Malawi von Claudia und Gerald Schönfelder

Schon seit Anfang der 1990er Jahre engagieren wir uns bei World Vision durch Kinderpatenschaften. Zur Zeit betrifft das ein Mädchen in Bolivien und unser Patenmädchen Rose in Malawi. Immer mal wieder fragt man sich: “Kommt das Geld überhaupt an?” oder “Was wird damit erreicht?”. Als meiner Frau und mir nun die Möglichkeit geboten wurde, unser Patenkind in Malawi zu besuchen, waren wir gleich begeistert. Nach einigen Vorbereitungen (Impfungen, polizeiliches Führungszeugnis usw.) kam dann endlich der Tag der Abreise.

Nach Rail&Fly und Flug von Frankfurt – Addis Abeba – Lilongwe landeten wir mit unserer 16-köpfigen Reisegruppe in Blantyre. Am Flugplatz wurden wir vom Reiseleiter Joschka in Empfang genommen und mit dem Bus fuhren wir zu unserer ersten Lodge. Schon vor dem Abendessen klärte uns Joschka über Malariaprophylaxe und verschiedene Gepflogenheiten im Land auf.

Am nächsten Morgen fuhren wir zu einem Nationalpark, wo wir in eine Dorfgemeinschaft eingeladen waren, um dort mit traditionellen Tänzen, Gesängen und Speisen unterhalten zu werden.

Teile unserer Reisegruppe beim Speisen

Am nächsten Tag, nach einer morgendlichen Buschsafari, besuchten wir das Projekt Kunyinda, in welchem unser Patenkind wohnt. Die Begegnung mit Rose und ihrer Familie war ein Highlight unserer Reise. Mit welcher Freude und Herzlichkeit wir von der Familie empfangen wurden, war unaussprechlich. Die Verständigung war mit zwei Dolmetschern gut. Nach Übergabe unserer Mitbringsel bekamen wir sogar kleine, landestypische Geschenke der Familie. Danach konnten wir noch gemeinsam Mittag essen. Dieses Treffen war ein unglaubliches Erlebnis, welches wir so schnell nicht vergessen werden.

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Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch einen Staudamm, der bei einer Überflutung im letzten Jahr unterspült und weggerissen wurde. Bei diesem Damm zeigte es sich deutlich, wie wichtig entsprechendes Fachpersonal und kompetente Betreuung der Arbeiten ist. An den nächsten beiden Tagen besuchten wir zwei weitere Projekte, in denen die Patenkinder der anderen Reiseteilnehmer leben. Nach den Zusammentreffen, die ebenso herzlich waren, besuchten wir eine Schule, Spargruppen und eine Feldbau-Kooperative.

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Vor Ort wurden uns deutlich die Vorteile einer Bewässerung vorgeführt, wobei die Ergebnisse beeindruckend waren.

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Die letzten Tage unserer Reise verbrachten wir am Malawisee. Dort konnte man die Zeit zum Baden, Schnorcheln, Entspannen und zur Beobachtung von Fischadlern nutzen. Es gab noch viele Erlebnisse, die diese Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließen.

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Bedanken möchten wir uns bei Jutta Meier von World Vision Deutschland, welche uns ab Frankfurt begleitete, bei Joschka Woeste, der als Reiseleiter eine äußerst umfassende Betreuung leistete, bei dem Busfahrer Lester, der uns sicher über alle Straßen und zum Teil unwegsame Strecken fuhr, und nicht zuletzt bei allen Mitreisenden. Nicht umsonst haben wir uns den Titel „Beste Reisegruppe der Welt“ gegeben.

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Fazit: Das Engagement bei World Vision lohnt sich, um Hunger und Armut zu lindern und Kindern Zugang zu Schulbildung und medizinischer Versorgung zu ermöglichen.

 

Sie möchten auch Pate werden? Informieren Sie sich hier: https://www.worldvision.de/kinderpatenschaft.php

1 Kommentar

  1. Claudia, 1. Dezember 2016

    Vielen Dank für die anschaulichen und bewegenden Worte! Auch mir geht immer wieder durch den Kopf, ob unsere Pakete und Spenden auch wirklich bei unserem Patensohn ankommen?! Teilweise erhalten wir widersprüchliche oder doppelte Antwortbriefe auf unsere Sendungen, sodass man weiß, diesen Brief hatte unser Patenkind ganz sicher nicht selber in der Hand. Aber wir hoffen noch immer, dass zumindest ein Teil tatsächlich bei unserem Tenaa landen.
    Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Patenkind wünschen wir von Herzen alles Gute!
    Herzliche Grüße – Claudia

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